Unsere Geschichte und Werte

Seit 1925 pflegen wir Tradition und Gemeinschaft im KK Schützenverein Niederwalgern. Bei uns treffen sich Sportbegeisterte in freundlicher Atmosphäre zum Schießsport und gemütlichem Beisammensein.

Über uns

100 Jahre Kleinkaliber-Schützenverein Niederwalgern
Ulrich Schäfer und Siegfried Becker
Am 2. und 3. August 2025 feierte der KK Schützenverein Niederwalgern im Schützenhaus in den „Alten Gräben“ sein hundertjähriges Bestehen. Der Geschichtsverein Weimar (Lahn) nimmt dies zum Anlass, zu gratulieren und an die hundertjährige Geschichte 
des Vereins zu erinnern.
 Am Samstag gab es eine Ausstellung mit 
Präsentation aller Disziplinen, ein Pokalschießen, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen waren, die Siegerehrung und abends 
Musik und Tanz. Der Sonntag begann mit einem Frühschoppen, und mittags folgten 
Ehrungen sowie die Verleihung der Silbernen 
Ehrenplakette zum hundertjährigen Jubiläum.
 Nun sind hundert Jahre für einen Schützenverein nicht unbedingt ein betagtes Alter. 
Es gibt weit ältere; die Anfänge mancher 
Schützenvereine, der sogenannten Gilden, 
reichen bis in die frühe Neuzeit zurück (Becker 2004). Wie kam es also zur Gründung 
1925, welche Veranlassung gab es, einen 
Schützenverein zu bilden? Dem historischen 
Kontext der Gründung soll in diesem Beitrag 
zunächst kurz nachgegangen werden.
Der Kriegerverein Niederwalgern mit der Vereinsfahne, die später vom Schützenverein übernommen wurde; Foto um 
1920 (Sammlung Günter Kraft)
 Es gab einen Vorgängerverein, aus dem 
heraus sich der Schützenverein bildete, dessen Vereinsfahne er auch nach seiner Auflösung übernahm. Es hatte schon nach der 
Reichsgründung 1871 mit der Bildung des 
Deutschen Kriegerbunds 1873 und des 
Reichskriegervereins 1884 Kriegervereine 
auch auf dem Land gegeben. Ob aber wie in 
so vielen Dörfern der Verein in Niederwalgern in dieser Zeit gegründet wurde oder erst 
nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, wie es 
wohl die Angaben auf der gestickten Vereinsfahne nahelegen (Rupp 2010), lässt sich bei 
fehlenden oder noch unerschlossenen Quellen nicht sagen. 

 Manfred Rupp hat als langjähriger Vorsitzender die Geschichte des Schützenvereins 
im Dorfbuch von 2010 knapp zusammengefasst, worauf hier zurückgegriffen werden 
kann. Er erwähnt darin, dass bereits in denAnfangsjahren in der Weimarer Republik mit demKleinkalibergewehr auf dem jetzigen Gelände, in den Alten Gräben, aus einer Holzbaracke in Richtung Norden geschossen wurde. 
Die Geschichte des Vereins nach der 
Gleichschaltung lokaler Vereine und Verbände während der NS-Zeit bedarf noch der 
Aufarbeitung, ebenso seine Wiederzulassung 
unter den Auflagen der Alliierten Besatzungsmacht nach 1945. 
Nach dem 2. Weltkrieg fand ein Kleinkaliber-Wettkampfschießen erst wieder ab 1951 statt. Der Verein schloss sich dem Schützenbund Hessen-Nord an. An den Wettkämpfen nahmenSchützenvereine aus Moischt, Bellnhausen, Wittelsberg und Ebsdorf teil.
Seit1965 istder Schützenverein Niederwalgern Mitglied im Hessischen 
Schützenverband. Nun wurde auch an den 
Landesrundenwettkämpfen in den Disziplinen Luftgewehr und Kleinkaliber teilgenommen. Luftgewehr wurde geschossen im Saal der ehemaligen Gaststätte Carle in der Dorfmitte (heute Apotheke). Nach der Schließung der Gaststätte Carle wurde das Schießen in 
der Gaststätte zum Bahnhof (Buxbaumer) weitergeführt. Auch dort mussten wegen anderweitiger Nutzung der Räume die Seilzuganlagen abgebaut und vor Wettkämpfen wieder aufgebaut werden. 
Daher reifte nach einiger Zeit der Plan zum Bau eines eigenen Schützenhauses in den Alten Gräben.
 Zur Finanzierung wurde 1975 ein Kreisschützenfest erfolgreich durchgeführt. Mit der inzwischen gegründeten Großgemeinde Weimar wurde ein Erbbau-Pachtvertrag über 99 Jahre abgeschlossen. 
Die Vorstandsmitglieder des Schützenvereins Niederwalgern vor dem neuerbauten Schützenhaus 1976 – von links nach rechts:
 Herbert Anders, Monika Anders, Erwin Ziegler (Blechschmitts), Hans Weber (Annekoatts), Karl-Heinz Kaletsch (Stedebach), Werner Reuter, Manfried Rupp (Steffs), Otto Eidam (Moogches) und Heinrich Schneider (Wirts)
 Das Schützenhaus wurde geplant und ab 1976 gebaut. Dies geschah mit erheblicher 
Eigenleistung der Mitglieder, mit Hand- und Spanndiensten, wie man damals noch sagte. 
Bei den Fundament- und Bodenplattenarbeiten waren jeweils 35 Mitglieder anwesend. 
Mit großem Elan wurde das Schützenhaus fertiggestellt und eingeweiht. 
Das Luftgewehrschießen wurde auf zehn Schießbahnen mit elektrischen Seilzuganlagen wieder aufgenommen.
Im folgenden Jahr wurde mit dem Bau des Kleinkaliberstandes begonnen.
Während der Bauzeit fand das Kleinkaliber Wettkampfschießen in Wehrda statt. Die 
Einweihung des KK-Standes mit sechs 50m Bahnen und elektrischen Seilzuganlagen fand 
im Jahr 1984 statt. 
Auch der neue Kleinkaliberstand wurde durch die hohe Eigenleistung der Mitglieder möglich gemacht. Die Finanzierung erfolgte mit Eigenmitteln sowie Zuschüssen der Gemeinde und des Landkreises, des Landessportbunds Hessen und Fördermitteln des Landes Hessen. Nach 
Abschluss der Maßnahmen war der Verein schuldenfrei.
 Vor 1984 fand das Kleinkaliberschießen zwar am gleichen Platz statt, doch befand sich 
am hinteren Ende der Schießbahn ein Unterstand in der Erde, in dem die Zielscheiben auf 
Wechselrahmen hoch- und heruntergeschoben wurden. Das Schussergebnis wurde mittels Kellen von den im Unterstand geschützt stehenden Mitgliedern angezeigt (soweit die 
bisherige Überlieferung der Vereinsgeschichte, siehe Rupp 2010). Auch das Vereinsheim selbst wurde modernisiert. Im Jahr 2005 wurde eine moderne Heizungsanlage 
eingebaut, mit der die alten Ölöfen ersetzt werden konnten.
 2007 wurden drei Pressluftgewehre und ein neues Kleinkalibergewehr 
angeschafft, 2009 eine elektrische Auswertemaschine gekauft. Diese Maßnahmen wurden 
mit Fördermitteln des Landessportbunds sowie der Gemeinde und des Sportkreises umgesetzt. 2022 wurde eine Alarmanlage im Schützenhaus installiert. Seit 2023 wird die 
Bezirksmeisterschaft im Unterhebelrepetierer im Schützenhaus Niederwalgern ausgerichtet. 
Im Frühjahr 2024 sind die Schießstände den aktuellen Sicherheits-Vorschriften angepasst 
worden, und der Außenzaun musste erneuert werden. 
2025 feierte der Verein sein hundertjähriges Bestehen mit einem Pokalschießen 
für jedermann und am Sonntag mit zahlreichen Gästen vom Hessischen Schützenbund, 
vom Landessportbund, mit dem Bürgermeister von Weimar und dem Landrat. Der 
Verein wurde mit der silbernen Ehren-plakette des Hessischen Ministerpräsidenten 
ausgezeichnet. 
Vom Hessischen Schützenverband wurde durch den Bezirksschützenmeister eine Ehrenscheibe sowie eine Medaille überreicht.
 Auch vom Landessportkreis und von der Gemeinde erhielt der Verein Präsente.

 Im September des Jubiläumsjahres wird noch ein Ranglistenturnier für die Jugend in Niederwalgern ausgerichtet. 
Es wird mit dem Lichtgewehr, Luftgewehr und Bogen geschossen.
 Zurzeit verfügt der Verein über 
zehn Luftgewehrstände sowie sechs Kleinkaliberstände, die mit elektrischen Zuganlagen 
ausgestattet sind, und auch über einen Bogenstand. 
Der Verein nimmt mit zwei Luftgewehrmannschaften sowie einer KK-Mann
schaft an den Landesrundenwettkämpfen des Hessischen Schützenbundes teil.

 Der Schützenverein Niederwalgern ist offen für alle interessierten Bürgerinnen und 
Bürger, Gäste sind jederzeit herzlich willkommen. Die Öffnungszeiten sind auf unserer 
Homepage ausgewiesen (www.kk-schuetzenverein-niederwalgern-e.de).